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Situation

Die drei Großstädte Wuppertal, Remscheid und Solingen, sind eingebettet in den Hügeln des Bergischen Landes. Die Wupper und zahlreiche Nebenflüsse haben tiefe Täler mit teilweise steil abfallenden Hängen in die Höhenzüge geschnitten. Die Topographie war für den Handelsverkehr der hochgradig industrialisierten Region ein großes Problem.

Durch den Bau eines Eisenbahnnetzes wurden die natur-bedingten Probleme der Industrieregion vor weit über 100 Jahren überwunden. Die Region wurde verkehrsmäßig erschlossen und kam wirtschaftlich zu wahrer Blüte. Die Pioniere des Bahnbaus haben durch Brücken, Tunnel und Schneisen eine Meisterleistung vollbracht und die schwierigen Topographischen Probleme hervorragend gelöst. Die Bahn hat und musste Trassen erstellen mit geringen Steigungen.

Bedingt durch strukturellen Wandel, auch durch rückläufige Industrieproduktionen sind zahlreiche Bahnstrecken stillgelegt worden. In der Vergangenheit war das Bergische, bedingt durch die schwierige Topographie, keine Region für ausgeprägten Radverkehr. Durch die stillgelegten Bahntrassen hat die Bahn, schon vor weit über hundert Jahren, die Grundlagen geschaffen, um nun das Bergische zu einer Region für den Radverkehr werden zu lassen. Durch die Umwidmung von stillgelegten Bahnstrecken und den Umbau in Rad- und Fußwege haben die drei Großstädte, aber auch das gesamte Umland, dem Radverkehr eine ganz neue und sehr bedeutende Dimension gegeben.

Die bergische Region verfügt über eine außerordentlich schöne und reizvolle Landschaft, zahlreichen Ausflugszielen, attraktive historische Ortszentren. Die Entdeckung der bergischen Region als Fahrradeldorado macht rasante Fortschritte. Diese Entwicklung wird auch maßgeblich unterstützt durch das mittlerweile breitgefächerte Angebot an Fahrradtypen für die unterschiedlichsten Ansprüche und Anwendungen. Das E- Bike ist ein gewaltiger Fortschritt im Wandel der Mobilität und bildet auch einen wesentlichen Faktor für die Steigerung der Micromobilität in der bergischen Region.

Die zu Radwegen umgewidmeten Bahntrassen waren und sind zunächst partikulare Lösungen. Es gilt diese Vorhaben zügig weiterzuentwickeln und zu einem geschlossenen interkommunalen Radwegenetz zu verbinden und so nicht nur ökonomisch- ökologische, sondern auch verstärkt klimarelevante Auswirkungen entstehen zu lassen.

Die interkommunale Mobilitätsstrategie verbindet Stadtzentren, Stadtteile, Wohnorte, und Industrie- und Gewerbezentren miteinander. Das Netz soll Berufspendlern, wie auch der Radtouristik dienen. Somit wird ein entscheidender ökologischer, klimatischer. wie ökonomischer Mehrwert für die gesamte Region geschaffen.

Eine Orientierung zur Schaffung interkommunaler Radwegeverbindungen, vor allem im überschaubaren Zeit- und Kostenrahmen, bieten unter anderem die Trassenführungen der Eisenbahn. Die Eisenbahn hat mit Brücken Schneisen und Tunneln die Verkehrsprobleme der im Bergischen Land sehr schwierigen Topographie hervorragend gelöst.

Ziele realisieren

Das interkommunale Konzept bringt auch der Gesamtstädtischen Mobilitätsstrategie der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal erhebliche Vorteile. Im vorliegenden Radverkehrskonzept wird ein Mischverkehr konsequent vermieden und damit das Gefährdungspotential drastisch reduziert.

Trotz relativ kompakter Siedlungs- und Versorgungsstruktur, wird durch die große Attraktivität der einzigartigen Trassenführung, überbrücken der bewegten Topographie, weiträumiges Umgehen der ausgefüllten Straßenräume durch den dichten motorisierten Verkehr, die Akzeptanz der Remscheider, Wuppertaler wie Solinger Bevölkerung durch optimale Bedingungen für den Umstieg vom Auto auf den Radverkehr gefördert und der Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr stark angehoben.

Zunächst hat sich der Bergische Brückenschlag eine interkommunale Radwegeverbindung zwischen den jetzt schon zu großer Bedeutung gelangten Radtrassen Korkenziehertrasse in Solingen, der Balkantrasse in Remscheid Lennep und über Remscheid Lüttringhausen und Wuppertal Ronsdorf zur Schwarzbachtrasse in Wuppertal zum Ziel gesetzt. Die Steigerung der Lebensqualität in der Region gehört zu den weiteren Zielsetzungen des Vereins. In letzter Konsequenz leisten diese Maßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in der Region.

Um dieses Ziel in einzelnen Schritten zu realisieren teilen wir die Strecke in mehrere Projekte. Von Solingen-Gräfrath (historischer Ortskern) nach Solingen-Schaberg, Solingen-Schaberg nach Remscheid-Güldenwerth, Remscheid Güldenwerth nach Remscheid-Lennep (historischer Stadtkern), Remscheid Lennep über Lüttringhausen zur Schwarzbachtrasse in Wuppertal.

Des Weiteren planen wir Fahrten mit einem Museumszug mit Radtransport zwischen Solingen, Remscheid und Wuppertal. Eine Infrastrukturmaßnahme zur Förderung des Radverkehrs im bergischen Städtedreieck, insbesondere zur Anbindung und Weiterführung der hervorragenden Wuppertaler Maßnahmen Nordbahn- und Schwarzbachtrasse. Nach Abschluss der Baumaßnahmen der DB Netz am Tunnel Rauental wird die Schwarzbachtrasse am ehemaligen Bhf. Rauental enden. Um die für Radfahrer sehr schwierigen topographischen Verhältnisse in Richtung Wuppertal-Ronsdorf und im Weiteren die Anbindung an Remscheid-Lüttringhausen schnellstens, mindestens zum Fertigstellungstermin der Radtrasse bis Rauental, zu überwinden möchten wir den Radtransport mit historischen Zügen mit angehangenem Radtranstransportwaggon realisieren.

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